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das Gleis der
österreichischen Schmalspurbahnen
760 mm Spurweite

 

Foto: Chr. Schultschik

 

 

Das Original:
Das Gleis der Waldviertler Bahnen, das wir unmittelbar zum Vorbild unseres Modellgleises gewählt haben, ist ein interessantes Sammelsurium der unterschiedlichsten Bauarten. Bei einer Spurweite von 760 mm sind die Gleisjoche etwa 20,60 m lang und entsprechen damit weitgehend der Bauweise der übrigen österreichischen Bahnen dieser Spurweite. Die Stöße sind schwebend zwischen zwei etwas enger verlegten Schwellen angeordnet. Zunächst waren sie verlascht, später aber wurden sie auch teilweise oder ganz verschweißt. Die Schweißnähte wurden teilweise an Stelle der Laschen angebracht, sodass heute die Bohrungen der Laschenschrauben noch sichtbar sind. Die Schwellen sind durchwegs aus Holz, es gibt aber auch Stahlschwellen aus der Reichsbahnzeit. Die Schwellenlänge beträgt 1,60 m. Bei deren Breite wird die Angabe schwierig, da sie keineswegs gleichmäßig ist, sondern die Stämme verwendet wurden, wie sie gerade vorhanden waren. So sind die Schwellen zum Teil recht krumm und die Rundung des Stammes ist stellenweise gut zu erkennen. Der Schwellenabstand liegt bei etwa 0,65 m, sodass 26 Schwellen auf ein Gleisjoch kommen.
Überaus variabel ist die Gleisbefestigung. Es kommen vor allem Nägel zur Anwendung: 2 innen, einer außen oder umgekehrt oder auch nur einer beidseits. Schrauben und Rippenplatten sind ebenso vertreten. Häufig sind ältere Schwellen mittels Bandstahl vor dem weiteren Zersplittern geschützt.

 

Das Modell:
Vorbildgerechte Eisenbahnfahrzeuge brauchen einen ebenso maßstäblichen Fahrweg! Für Freunde der österreichischen Schmalspurbahnen gibt es nun ein weitgehend kompromissfreies Gleis. Gedacht ist es vor allem für Module, Dioramen und ähnlich hochwertige Anwendungen. Braucht es doch seine Zeit, bis ein solches Modellgleis gebaut ist. Bauanleitung
Das Schienenprofil ist Code 55 (1,39 mm Profilhöhe) und entspricht somit den Maßen der Schmalspur-Hauptgleise. Befahrbar sind derartige Profile mit RP 25 Rädern. (NEM-Räder, die ohnehin bei maßstabsorientiertem Bau unpassend sind, laufen darauf nicht) Grundsätzlich ist auch die Verwendung von Code 40 Profilen möglich. Allerdings ist dann der Einsatz maßstäblicher Spurkränze nötig.

Einziger Kompromiss, der eingegangen wurde: Die Spurweite ist mit 9,0 mm festgelegt. Für Puristen wird es das Gleis aber auch mit tiefer graviertem Verbindungssteg und der exakt umgerechneten Spurweite von 8,73 mm geben.   

Varianten:
A) Doppelnagel außen, Einfachnagel innen   
lieferbar
B) Doppelnagel innen, Einfachnagel außen    
lieferbar
C) Doppelnagel außen, Schraube innen   
       lieferbar
D) H0e-fine Doppelnagel außen, Einfachnagel innen (8,73 mm Spurweite) 
lieferbar

Die Verpackungseinheit (knapp 1 Meter Modellgleis) besteht aus:
5 Stück Schwellenrost á ca. 230 mm aus 1,5 mm Lindensperrholz
2 Stück Gleisprofil Code 55 (1,39 mm Profilhöhe) à ca. 910 mm brüniert
1 Stück Ätzplatine Neusilber 0,2 mm, Kleineisen brüniert (888 Schienennägel, 396 Schienenplatten, 24 Schienenlaschen, 6 Schwellenbänder)

Details

 

Der Gleisbausatz:
 

Foto: railboys

1) gelaserter Schwellenrost, unbehandelt

2) Schwellen mit gebrochenen Kanten

3) Schwellen gebeizt

4) Schienenplatten aufgelegt und mit Drahtstiften fixiert

5) Schienenprofil (Code 55) aufgelegt

6) Schienennägel eingesetzt

7) Drahtstifte entfernt, Schienennägel und -Platten mit Rostfarbe behandelt

8) fertig geschottert

Bauanleitung

 


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